Christine von Gunten:
Manchmal braucht die Seele Hände, um zu sprechen.
Wenn Gedanken sich im Kreis drehen oder ein Kind verstummt, helfen keine Ratschläge. Es hilft das Tun. Mit Ton, Farbe und Figuren gebe ich Gefühlen eine Gestalt. Ich bin da, um diesen Prozess zu halten – mit meiner Erfahrung als Pädagogin, meinem Wissen als Therapeutin und mit ganz viel Herz für das Unperfekte.
Im Kindergarten verwurzelt, in der Therapie vertieft.
Mein Weg führt nicht weg von der Pädagogik, sondern verbindet sie mit der Therapie. Als aktive Kindergartenlehrperson stehe ich auch heute noch mitten im Leben.
Ich erlebe Woche für Woche, was Kinder bewegt, wie sie spielen, streiten und sich entwickeln. Aber ich sehe auch, wie oft im trubeligen Alltag die Zeit fehlt, um auf die leisen Nöte des Einzelnen einzugehen.
Genau deshalb ist mir meine Arbeit im "Lebensraum" so wichtig.
Der Blick hinter die Kulissen: Im Kindergarten bin ich für die Gruppe da. Im Atelier bin ich ganz für Sie oder Ihr Kind da.
Durch meine Arbeit im Kindergarten weiss ich genau, in welchem Umfeld sich Kinder heute bewegen. Ich kenne den Druck, die Dynamiken in grossen Gruppen und die Anforderungen des Systems aus erster Hand.
Die Ausbildung zur Figurenspiel- und Kunsttherapeutin war für mich die logische Vertiefung: Sie gab mir das Werkzeug, um dort weiterzuhelfen, wo die Pädagogik an ihre Grenzen stösst. Heute befruchten sich diese beiden Welten gegenseitig.
Wo Bewertung draussen bleibt.
In unserer Welt – und auch im Bildungssystem – wird oft gemessen und verglichen. Ist das schön genug? Ist das schnell genug?
In meinem Atelier lasse ich diesen Massstab bewusst an der Garderobe. Hier gibt es kein «Falsch» und keine Noten. Wenn ein Kind eine Figur baut, die wild und ungestüm aussieht, dann ist sie genau deshalb richtig, weil sie dem Inneren entspricht.
Ich sehe meine Aufgabe nicht darin, Sie oder Ihr Kind zu «reparieren». Ich bin da, um den Rahmen zu halten. Ich biete die Materialien, die Sicherheit und die Geduld, damit die eigene Lösung im eigenen Tempo gefunden werden kann.
Begegnung auf Augenhöhe
Egal ob gross oder klein, ich nehme mein Gegenüber als vollwertigen Menschen wahr, nicht als «Fall».
Vertrauen in den Prozess
Lösungen lassen sich nicht erzwingen. Manchmal braucht es Zeit und Stille, bis sich ein Knoten löst.
Ressourcen statt Defizite
Wir schauen nicht darauf, was nicht geht, sondern entdecken das, was schon da ist und stärkt.
Diplomierte Figurenspieltherapeutin HF
Höhere Fachschule für Figurenspieltherapie, Interlaken
Kunsttherapeutin
Eidgenössisches Diplom, Fachrichtung Intermediale Therapie
Branchenzertifikat OdA ARTECURA
Das Gütesiegel für professionelle Kunsttherapie in der Schweiz
Pädagogin
Ausgebildete Kindergartenlehrperson mit langjähriger Berufspraxis
Anerkannt & Registriert
EMR, ASCA, EGK und Visana – ZSR-Nummer: QO16062
Mitgliedschaft
Fachverband für Gestaltende Psychotherapie und Kunsttherapie gpk
Fundiert ausgebildet.
Intuition ist wertvoll, aber in der Therapie braucht es mehr. Meine Arbeit stützt sich auf staatlich anerkannte Ausbildungen, stetige Weiterbildung und die hohen Qualitätsstandards der Berufsverbände.
Mein Ausgleich zum Trubel
Mein Alltag zwischen Kindergarten und Praxis ist oft voller Begegnungen und Eindrücke. Privat suche ich deshalb bewusst das Einfache.
Ich mag es, Dinge langsam zu tun, sei es beim Kochen für die Familie oder beim Lesen. Dieser Rückzug ins Private ist mir heilig, denn nur aus der eigenen Ruhe heraus kann ich anderen wieder ungeteilte Aufmerksamkeit schenken.